Was tun gegen Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden sind ein unangenehmes Thema, über das in unserer Gesellschaft kaum gesprochen wird. Und doch leidet im Durchschnitt jeder zweite Deutsche ab 35 Jahren mindestens einmal unter den unangenehmen Symptomen vergrößerter Hämorrhoiden. Dieser Artikel beschreibt alle Probleme im Zusammenhang mit den Schwellkörpern und erklärt, was gegen Hämorrhoiden hilft.

 

was tun gegen hämorrhoiden - was sind hämorrhoiden überhaupt Was sind Hämorrhoiden überhaupt? - Definition

Bevor wir Ihnen die Frage "Was tun gegen Hämorrhoiden?" beantworten, sollten Sie erst erfahren, um was es sich überhaupt handelt. Als Hämorrhoiden bezeichnet man sackartige, auch knotenförmige Erweiterungen der Venen des Enddarms oder des Afters. Differenzieren kann man dabei zwischen inneren und äußeren Hämorrhoiden.

 

Bei äußeren Hämorrhoiden handelt es sich um vergrößerte Venen. Diese füllen sich mit Blut bei der Stuhlgangentleerung, wenn man presst. Nur wenn in den Venen Blutgerinnsel entstehen, die sich als blaue und kugelförmige Knoten äußern und Schmerzen verursachen, bewirken die Hämorrhoiden Probleme. Bei äußeren Hämorrhoiden sind die Ursachen zum Beispiel langes Radfahren oder Sitzen auf einer harten Unterlage.

 

Dagegen entstehen innere Hämorrhoiden durch Vergrößerungen und Veränderungen der Schleimhautpolster und durch den Druck auf die Blutgefäße, die sich am Übergang vom Enddarm zum After befinden.

 

Die 4 Hämorrhoidenstadien und ihre Symptome

Je nach Stadium gibt es unterschiedliche Symptome und Ausprägungen. Wir gehen im Folgenden genauer auf diese ein.

 

1. Grad

Die Gefäßerweiterungen sind in diesem Stadium sehr klein und noch im Inneren des Enddarms zu finden. Meist werden sie zufällig bei einer Darmspiegelung oder wegen des hellroten Blutes im Stuhl entdeckt. Dabei sollte man noch keine Schmerzen spüren. Dennoch sollten Sie darauf achten, dass etwaige Faktoren, die zum Anschwellen führen, eliminiert werden.

 

2. Grad

Jetzt sind die Hämorrhoiden bereits vergrößert und werden bei der Stuhlentleerung nach außen gedrückt. Allerdings ziehen sie sich von selbst wieder zurück, sobald der Stuhl ausgetreten ist. In der Regel finden Sie hellrote Blutspuren am Toilettenpapier. Zudem sind Brennen und Juckreiz deutliche Anzeichen, die sowohl während des Stuhlgangs, als auch anschließend auftreten. Hin und wieder kommt es zum Nachnässen, weil Eiter austritt.

 

3. Grad

Im dritten Krankheitsstadium machen sich die Hämorrhoiden mit einer spürbaren Größe bemerkbar. Oft hat man deshalb das Gefühl, dass man sich nicht vollständig entleert hat, weil sie den Anus blockieren und auf den Reizpunkt für die Darmentleerung drücken. Neben dem Brennen und Jucken kommt es vermehrt zu Schmerzen. Die Gefäßknoten kehren nicht mehr von allein in den Enddarm zurück, können aber mithilfe eines Fingers wieder in den After zurückgeschoben werden.

 

4. Gradhämorrhoiden symptome - was tun gegen hämorrhoiden

Anders als bei den Hämorrhoiden dritten Grades, lassen sich die Hämorrhoiden im vierten Stadium nicht mehr zurückschieben. Die Gefäßknoten befinden sich nun vermehrt außerhalb des Afters und schmerzen enorm, weil sie ständig gereizt werden. Hämorrhoiden dieses Stadiums bewirken starke Schmerzen und Blutungen, sowie auch große Schwierigkeiten beim Stuhlgang. In der Regel ist ein operativer Eingriff wie eine Verödung, eine Abbindung oder das Entfernen mit einem Messer notwendig.

 

Was sind Ursachen für die Entstehung?

Folgende Faktoren sind dafür bekannt die Erkrankung bei Hämorrhoiden zu begünstigen:

 

    • Erbliche Prädisposition
    • Bewegungsmangel und viel Sitzen
    • Pressen bei anhaltender Verstopfung
    • Ballaststoffarme und unausgewogene Ernährung und zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
    • Übergewicht
    • Übermäßiger Konsum von Alkohol / Drogen
    • Schwangerschaft
    • Erbliche Bindegewebsschwäche

 

Erbliche Prädisposition

Als Erstes sollte man sagen, dass das Venengeflecht und das Bindegewebe im Rektalbereich eine sehr sensible Stelle des menschlichen Körpers ist. Eine erbliche Prädisposition bewirkt, dass diese Sensibilität sogar noch stärker ausgeprägt sein kann. Das heißt zwar nicht, dass man zu 100% Hämorrhoiden bekommen wird, es bedeutet lediglich, dass man ein erhöhtes Risiko mit sich trägt, weil die Gefäße eher auf etwaige Ursachen reagieren. Jedoch ist eine Prädisposition bei nur 5 % in ganz Deutschland aufzufinden. Bei erwachsenen Betroffenen, die an Hämorrhoiden leiden, ist das bei 10 % der Fall.

 

Bewegungsmangel

Bewegungsmangel in Verbindung mit langem Sitzen, zum Beispiel im Beruf, ist eine verbreitete Ursache für Hämorrhoiden. Das lange Abschnüren der Durchblutung führt zu einer Bildung von Kollateralkreisläufen (das Blut kann nicht aus der Region entweichen).  Man sollte demnach darauf achten, immer wieder vom Stuhl aufzustehen und sich zumindest eine kurze Zeit zu bewegen, um den Blutfluss anzuregen. Zudem kann regelmäßiges joggen die Durchblutung verbessern. Damit haben Sie eine erste wichtige Maßnahme bei der Frage "Was tun gegen Hämorrhoiden?".

 

Verstopfung und Pressen

Durch das Pressen beim Stuhlgang wird der venöse Druck auf den Gewebebereich zunehmend erhöht. Ein beachtlicher Anteil der Betroffenen leidet an chronischer Verstopfung teilweise jahrelang und pressen beim Stuhlgang sehr stark. Ca. 10 % aller Hämorrhoidalleiden entstehen auf diese Weise! Wenn die chronische Verstopfung und das starke Pressen die einzigen Gründe für die Hämorrhoiden sind, dann bildet sich die Hämorrhoiden-Erkrankung meistens nur bis zum 1. oder 2. Stadium aus. Eine Therapie sollte sich dabei auf Ernährung, Trinken, Bewegung und auf die Sanierung des Darms fokussieren.

 

Ernährung, Darm und Hämorrhoiden

Eine der bedeutendsten Ursachen für eine Verstopfung ist die Fehlernährung mit zu wenig Ballaststoffen. Gesunde Nährstoffe und ballaststoffhaltige Pflanzenfasern bewirken einen gesunden Darm und das richtige Ausüben der Verdauungsfunktion. Sie ernähren sich speziell dann schlecht, wenn Sie zu wenig Ballaststoffe und zu viele industriell gefertigte Lebensmittel sowie Fastfood mit zu viel Zucker essen. Ballaststoffe sind unverzichtbar für den Körper, denn sie enthalten lebenswichtige Spurenelemente und erfüllen im Darm wichtige Funktionen. Im Dickdarm helfen die unverdaulichen Stoffe und die Schleimhaut auf den Darmwänden abzutragen und zu reinigen.

 

Sind zu wenig Ballaststoffe vorhanden, kann der Stuhl nicht richtig abtransportiert werden. Kommt jetzt noch ein Flüssigkeitsmangel hinzu, schafft es der Darm nicht mehr durch die eigene Peristaltik, sich zu entleeren. Betroffene versuchen dann zu pressen, was wiederum das Hämorrhoidenwachstum enorm begünstigt. Wenn ein Mensch an einer chronischen Verstopfung leidet, kann man fast immer damit rechnen, dass dieser sich nicht optimal ernährt. Aber auch zu viele Ballaststoffe sind nicht immer die Lösung. Wenn die Marke von 30 Gramm pro Tag gesprengt wird und darüber hinaus ausreichend Flüssigkeit fehlt, können auch die Ballaststoffe für Verstopfungen sorgen.

 

Übergewicht

Übergewicht ist eine Ursache, die sich indirekt auf die Bildung von Hämorrhoiden auswirkt. Das Fett, das sich im Bauch sammelt, drückt auf die Organe. Dieser erhöhte Druck wird über den Blutkreislauf bis zum hämorrhoidalen Venenring weitergegeben.

 

Alterung und hormonelle Veränderungen

Aufgrund des Alterungsprozesses, der hormonellen Umstellungen und des Bewegungsmangels verliert das Bindegewebe seine Spannung. Zudem können Toxine die Erschlaffung des Gewebes fördern.

 

Betroffene in der Schwangerschaft?

Man schätzt, dass bis zu 50 % der Frauen in der Schwangerschaft oder danach von Hämorrhoiden betroffen sind. Zudem entstehen dabei häufig Krampfadern. Während der Schwangerschaft werden die Gefäßerweiterungen im Rektum größer und das Bindegewebe lockerer. Dabei kommt es gleichzeitig zu Wassereinlagerungen im Gewebe und zu einer Gewichtszunahme, sowie zu einer Einengung durch den heranwachsenden Fötus. Daher ist es nur logisch, wenn der Blutfluss in den Venen vor allem im Bereich des Beckens und des Anus blockiert wird. Folglich kommt es nicht selten zu Verstopfungen, die Hämorrhoiden fördern können.

 

Leber, Pfortaderstau und Hämorrhoiden

Eine häufige Ursache für Hämorrhoiden ist die Bildung eines Hochdrucks durch Blutstauung an der Pfortader. Die Pfortader leitet das Blut der Bauchorgane (Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse, Milz) gesammelt an die Leber weiter und mündet dort in die Leberarterie. Die Pfortader ist für die Zulieferung von Nährstoffen an die Leber verantwortlich, sowie für die Zulieferung der Gifte, die dann beseitigt werden sollen. Dieser Vorgang können bei einer Störung der Leber geschwächt sein, sodass sich diese Ausflüsse anstauen. Durch chronische Entzündungen in der Leber kommt es zu Gewebeveränderungen bis hin zum örtlichen Gewebstod. Es entsteht eine sogenannte Leberverhärtung. Bei zunehmender und andauernder Krankheit wandelt sich das Gewebe immer stärker um und es kommt zur narbigen Ummauerung der Lebergefäße. Dies hemmt den Blutfluss durch die Lebervene und führt zu einem Rückstau in die Pfortader.

 

Um die gestauten Blutwege zu umgehen, entstehen Umgehungskreisläufe. Das Venengeflecht am After muss sich deshalb erweitern, da dieser Bereich über ein schwaches Gewebe verfügt. Durch die Erweiterung bleibt auch der Darm nicht verschont. Der Druck wiederum steigt in Richtung After und dies wiederum begünstigt das Wachstum der Hämorrhoiden.

 Die Ursachen für eine Leberschädigung oder Erkrankung können Folgende sein:

 

    • Alkoholismus
    • Infektionen
    • Parasiten
    • Chronische Rechts-Herz-Insuffizienz mit Stauungsleber
    • Stoffwechselkrankheiten
    • Drogen und Medikamentenmissbrauch

 

Die Leber und der Darm hängen eng miteinander zusammen, deshalb werden Leberschäden immer Auswirkungen auf den Darm haben – sowie auch umgekehrt. Folglich kann eine Spirale in Gang gesetzt werden, die beide Organe schwächt.

 

Psychische Ursachen

Eine Ursache ist zudem psychischer Druck. Druck im Leben erhöht gleichzeitig den Druck im Innern des Körpers, was zunächst einmal sehr eigenartig klingt. Doch es lässt sich häufig beobachten, dass Menschen, die unter Leistungsdruck, Existenzangst oder anderen Ängsten leiden, auch von Hämorrhoiden betroffen sind. Dieser Druck im inneren eines Menschen begünstigt muskuläre Verspannungen, die unter anderem auch im Unterbauch vorkommen können. Diese Verspannungen bilden dann einen venösen Druck, der auf Dauer das Wachstum der Hämorrhoiden antreibt.

 

was tun gegen hämorrhoidenWas tun gegen Hämorrhoiden?

Der beste Weg, um Hämorrhoiden vorzubeugen oder das Wachstum einzugrenzen ist ein weicher Stuhlgang und die richtigen Stuhlgewohnheiten. Mit den folgenden Informationen wird Ihnen die Frage "Was tun gegen Hämorrhoiden?" beantwortet.

 

Die richtige Stuhlgewohnheit

Damit der Stuhlgang zunächst einmal weich ist und ohne großen Druck herauskommt, empfiehlt sich eine ballaststoffreiche Ernährung. Das heißt, man sollte viel Gemüse und Obst zu sich nehmen und genug Flüssigkeit beispielsweise in Form von Tees oder verdünnten Säften zuführen. Empfehlenswert sind mindestens 2 Liter pro Tag.

 

Darüber hinaus geht es um das „Wie und Wann“. Das heißt, man sollte sofort auf die Toilette gehen, wenn man den Stuhldrang spürt und keinesfalls zögern, da der Stuhl im Dickdarm andicken und trocknen kann, was wiederum zu einer schwerfälligeren Entleerung führt. Auf keinen Fall sollte man eine Darmentleerung durch zu starkes Pressen forcieren! Wenn nichts herauskommt, akzeptieren Sie das und warten Sie lieber, bevor Sie zu viel Druck auf die Venen durchs Pressen ausüben. Das Gerücht, das man jeden Tag Stuhlgang haben sollte, ist Unsinn.  Sollten Sie aber 3 oder mehr Tage keine Darmentleerung mehr gehabt haben, sollten Sie sich fragen, woran das liegen könnte.

 

Cremes und Zäpfchen

Cremes und Salben sind eine normale und sehr milde Vorgehensweise, um Hämorrhoiden im ersten und zweiten Grad zu behandeln. Sie können helfen, den Juckreiz und das Brennen zu reduzieren und die Entzündung zu hemmen. Zäpfchen werden in den After eingeführt und sollten über Nacht wirken können. Zudem gibt es (verschreibungspflichtige) Kortisonsalben, die zwar sehr aggressiv wirken, jedoch eine schnelle Heilung versprechen. Nutzen Sie diese nicht länger als eine Woche.

 

Operative Eingriffe

Der Gang zum Arzt ist spätestens ab dem 3. Grad äußerst empfehlenswert. Wie genau der Eingriff erfolgt, ist anschließend individuell und hängt zum einen von der Stärke des Leidens und von anderen Gegebenheiten ab. Beispielsweise ist eine Gummibandligatur eine gängige Methode, allerdings kann sie nicht angewendet werden, wenn der Patient allergisch auf Latex reagiert und/oder blutverdünnende Medikamente zu sich nimmt.

Folgende Möglichkeiten eines operativen Eingriffs gibt es:

 

    • Verödung: Hämorrhoiden werden mit einem Wirkstoff behandelt, der diese abtöten lässt. Dafür wird das Mittel in die Hämorrhoiden eingespritzt. 
    • Gummibandligatur: Mithilfe eines Gummibandes werden die Hämorrhoiden abgebunden, wodurch der Blutfluss abgeschnürt wird. Auf diese Weise sterben sie und fallen von alleine ab. 
    • Mit dem Skalpell: Mithilfe eines Skalpells und einer Halbnarkose werden die hervorstehenden Hämorrhoiden abgetrennt. Dadurch sind die Hämorrhoiden vollständig entfernt. Die Heilung nimmt allerdings mehrere Wochen in Anspruch. 
    • Stapler Methode: Es wird nur ein Teil der Hämorrhoiden entfernt, während der restliche Teil an die Analschleimhaut fixiert wird. Die Rückfallquote ist sehr hoch und die Heilung erfolgt meist unter großen Schmerzen.

 

In jedem Falle sollten Sie lieber zum Arzt gehen, anstatt aus Gründen des Schams auf einen Besuch zu verzichten. Die Steigerung der Lebensqualität und die Verhinderung von schlimmeren Symptomen sind es absolut wert. Im schlimmsten Fall können zu stark angeschwollene Hämorrhoiden zu Stuhlinkontinenz führen.

 

Hausmittel gegen Hämorrhoidenhausmittel gegen hämorrhoiden - was tun gegen hämorrhoiden

In der Apotheke gibt es die unterschiedlichsten rezeptfreien Salben, Tinkturen und Lösungen für die Therapie der Hämorrhoiden. Trotzdem sollte man aufgrund der Diversität der natürlichen Hausmittel versuchen, die Hämorrhoiden mit der Natur zu bekämpfen. Hierbei sollte man diese aber gezielt von innen und von außen behandeln. 

 

Natürliche Salben

Eine Salbe, die vielen Betroffenen geholfen hat, ist die Ringelblumensalbe. Mischen Sie die Ringelblumensalbe mit Honig im Verhältnis von 1:1, cremen Sie Ihren After großzügig damit ein und lassen Sie die Salbe einwirken. Außerdem können Zäpfchen und andere Salben aus dem Hamamelisbaum Hämorrhoiden lindern. Diese schwächen die Entzündungen ab und beugen dem Nässen der Hämorrhoiden vor.

 

Kräuter(tee)

Darüber hinaus wird man bei der Frage „Was tun gegen Hämorrhoiden?“ in der Welt der Kräuter fündig. Johanniskraut, Königskerze, Mariendistel, Schafgarbe, Kamille, Steinklee und Kastanienblüten – all das sind entzündungshemmende und blutflussanregende Kräuter. Bereiten Sie aus einem dieser Stoffe einen Tee zu und trinken Sie diesen 2-3 Mal am Tag. Gerne können Sie auch zwischen den oben genannten Kräutern täglich wechseln.

 

Insbesondere die Mischung aus Steinklee und Kamille hat erfahrungsgemäß eine große heilende Wirkung, indem sie geschädigte Venen regenerieren lässt und Geschwüre behandelt. Mischen Sie beide Kräuter zu gleichen Teilen (etwa 1 Esslöffel) und übergießen Sie diese mit 1/4 Liter kochendem Wasser. Nach 10 minütigem Ziehenlassen können Sie täglich bis zu drei Tassen trinken. Man könnte aber auch ein Bad in diesem Tee nehmen oder die Hämorrhoiden mehrmals am Tag mit einem in Tee getränkten Wattebausch abtupfen.

 

Eichenrinde

Tees auf Basis von Eichenrinde zusammen mit Honig bekämpfen Hämorrhoiden effektiv von innen heraus.  Zudem können Sie ein Sitzbad mit Eichenrinde nehmen, indem Sie 500 Gramm der Eichenrinde-Kräuter 10 Minuten aufkochen, den abgekühlten Sud in kühles Wasser geben und in diesem Wasser rund 5-15 Minuten sitzen bleiben.

 

Feuchtumschläge

Als ebenfalls sehr hilfreich im Kampf gegen Hämorrhoiden haben sich nächtliche, feuchte Umschläge an der Afterregion erwiesen. Um die Hämorrhoiden optimal im Zaum zu halten, empfiehlt sich für die Umschläge entweder Kamillenextrakt oder normaler Speisequark. Auch letzterer besitzt eine antimikrobielle und damit Hämorrhoiden-bekämpfende Wirkung.

 

Die am weitesten verbreiteten Mythen

Um Hämorrhoiden kreisen sich so einige Mythen, die letztendlich nur wenig mit der Wahrheit zu tun haben. Das Problem: Betroffene werden dadurch in die Irre geführt und leiten falsche Maßnahmen ein, um die Hämorrhoiden zu heilen. Im Folgenden schauen wir uns einige dieser Mythen genauer an.

 

„Die Entstehung von Hämorrhoidalleiden hat mit mangelnder Hygiene zu tun“

Falsch. Betroffene leiden nicht wegen Unsauberkeit oder unzureichender Hygiene an Hämorrhoiden. Es gibt verschiedene Ursachen, die sich gegenseitig beeinflussen. Meistens sind diese innerer Natur oder ergeben sich aus einer schlechten Ernährung.

 

„Hämorrhoiden sind eine eher selten vorkommende Erkrankung“

Mittlerweile leidet in Deutschland annähernd jeder zweite Erwachsene über 30 Jahren an angeschwollenen Hämorrhoiden. Dabei gehen die wenigstens wegen Scham oder Angst zum Proktologen und zögern die Beschwerden in vielen Fällen zu lange heraus. Durch die hohe Anzahl an Betroffenen kann man definitiv von einer Volkskrankheit sprechen. Ein Grund dafür ist neben der Ernährung auch die  falsche Sitzhaltung auf der Toilette. Bei der hierzulande üblichen Sitzposition ist der Winkel (ca. 90°) viel zu groß und klemmt dadurch den Darm ab. Je kleiner der Winkel, desto freier der Darmtrakt.

 

 „An Hämorrhoiden leiden nur alte Menschen“

Das ist falsch. Natürlich wird man mit wachsendem Alter anfälliger für Beschwerden, jedoch gibt es viele jüngere Menschen, die betroffen sind oder allgemein an einer Enddarm-Erkrankung leiden. Das Ineinandergreifen von unterschiedlichen Faktoren wie beispielsweise zu starkes Pressen, chronische Verstopfung sowie enorme Belastungen können Beschwerden bei jungen Menschen hervorrufen.

 

„Meistens sind Männer von Hämorrhoiden betroffen“

Das ist falsch, denn Frauen sind genauso anfällig wie Männer. Vor allem während der Schwangerschaft sind Frauen davon betroffen. Grund dafür ist das stark belastete Gewebe, die Gewichtszunahme und Wassereinlagerungen. 

 

„Ich habe Hämorrhoiden, wenn ich Blut im Stuhl habe“

Hellrotes Blut im Stuhl kann natürlich ein Anzeichen sein. Trotzdem muss dieses mit anderen Symptomen übereinstimmen, denn Blut im Stuhl kann zudem auch ein Anzeichen für andere Enddarm-Erkrankungen sein, wie Warzen, Marisken, Fissuren usw.

 

„Die Untersuchung beim Proktologen bereitet großen Schmerz“ 

Das ist nicht der Fall. Eine ärztliche Untersuchung ist bei Hämorrhoiden Beschwerden in der Regel nicht schmerzhaft. Bei anderen Erkrankungen kann es je nach Grad etwas Schmerzen bereiten. Allerdings kann es im Anschluss an einer Operation zu einem schmerzhaften Heilungsprozess kommen.

 

„Wenn ich Abführmittel benutze, werde ich seltener an Hämorrhoiden leiden“

Natürlich können Abführmittel Verstopfungen lindern und bei hartem Stuhl helfen, jedoch zerstören diese künstlichen Mittel die natürliche Darmflora. Deswegen ist von einer langfristigen Verwendung abzuraten.

 

Fazit

Bei der Frage „Was tun gegen Hämorrhoiden“ gibt es einige Lösungsansätze. Wir hoffen, dass wir Ihnen in diesem Artikel einen Überblick verschaffen konnten. Bei äußeren Hämorrhoiden ist es in jedem Falle wichtig, einen Arzt aufzusuchen, da das Selbst behandeln kaum noch ausreicht. Im ersten und zweiten Stadium können Sie auf Hausmittel gegen Hämorrhoiden wie etwa Salbe, Honig, Kräuter und Sitzbäder zurückgreifen, um eine Linderung zu schaffen.


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