Schmerzen am After?

Schmerzen am After sind stets unangenehm. Sie kommen mit dem Wissen daher, dass dieser Körperteil für unsere Kontinenz zuständig ist und einen Vorgang regelt, der in unserer Gesellschaft ein Tabuthema ist. Niemand redet gerne über Probleme rund um die Genitalien und den Anus. Bevor wir damit zum Arzt gehen, halten wir den Schmerz daher lieber aus und hoffen, dass sich das Problem von alleine löst. In manchen Fällen ist das durchaus in Ordnung. In anderen Fällen kann der Schuss aber nach hinten losgehen. Wir klären auf, was Schmerzen im Analbereich bedeuten können und was zu tun ist.

 

arzt bei schmerzen am afterZum Arzt oder warten bis die Schmerzen am After allein verschwinden?

Grundsätzlich muss ein Schmerz im After nichts Schlimmes sein. Manchmal kommt es zu ganz harmlosen Reizungen, die aufgrund der Benutzung von Toilettenpapier oder falscher Ernährung (und damit einhergehender Fehlverdauung) entstehen. Wenn es sich allein darum handelt, werden die Schmerzen nach einigen Tagen von alleine abklingen und Sie müssen nicht zum Arzt.Tragen Sie die Schmerzen allerdings bereits mehrere Tage oder gar Wochen ohne Besserung mit sich herum, ist der Gang zum Arzt empfehlenswert. Warum? Es könnte sich eventuell um angeschwollene Hämorrhoiden, um eine Analfissur oder eine Thrombose handeln. Darüber hinaus gibt es weitere Erkrankungen, die Schmerzen am After provozieren können, wie etwa Darmkrebs. Um eine schnelle Behandlung einzuleiten oder um jene Erkrankungen auszuschließen, ist es in jedem Fall die beste Möglichkeit, Ihren Hausarzt aufzusuchen.

 

Hämorrhoiden als häufigste Ursacheschmerzen am after ursache hämorrhoiden

Die wohl häufigste Ursache für Schmerzen am After sind Hämorrhoiden. Im Schnitt kann man sagen, dass jeder zweite Erwachsene schon einmal an Hämorrhoiden gelitten hat oder zumindest mit dem Thema und ähnlichen Symptomen in Berührung gekommen ist. Meistens treten die Schmerzen beim Stuhlgang auf und können Sie, je nach Stadium des Hämorrhoidalleidens, bis in den Alltag begleiten – etwa in Form von Reizungen, Jucken, Nässen usw. Außerdem kommt es häufig vor, dass sich der Anus nicht komplett entleert anfühlt und ein Brennen im Nachgang auftritt.

Leiden Sie unter Hämorrhoiden, sollten Sie schnellstmöglich:

 

    • Ihre Ernährung umstellen (rund 30 Gramm Ballaststoffe, weniger Zucker, weniger Weizen und weißen Reis, mehr wasserhaltiges Gemüse essen)
    • Mehr Flüssigkeit trinken
    • Sich moderat bewegen, um den Blutfluss anzuregen
    • Nicht auf der Toilette pressen

 

All das sind Anzeichen von vergrößerten Hämorrhoiden. Es gibt allerdings noch einige andere Ursachen für Afterschmerzen, denen wir im Folgenden auf den Grund gehen wollen.

 

Analfissur (Einriss der Analhaut)

Eine weitere Ursache bei Schmerzen im Analbereich kann eine Analfissur sein. Diese stark schmerzende Krankheit macht sich durch einen Riss in der Analhaut bemerkbar, der meistens relativ nah am After liegt. Solch ein Einriss kann zum Beispiel entstehen, wenn man beim Stuhlgang zu stark presst. Außerdem steht ein zu harter Stuhlgang in Verbindung mit dem Risiko, dass die Analhaut entweder gereizt wird oder eben reißen kann.

 

Allerdings herrscht unter Experten Unsicherheit. Man ist sich bis heute noch nicht zu 100% sicher, wodurch eine Analfissur entstehen kann, wodurch es schwierig ist, die exakten Ursachen zu benennen. Es erscheint jedoch naheliegend, dass eine Mischung aus schlechter Ernährung, sowie eine zu harte Stuhlkonsistenz zusammen mit starkem Pressen einen Riss begünstigen. Sollten Sie davon betroffen sein, ist es empfehlenswert, zunächst eine rezeptfreie (oder auch vom Arzt ausgeschriebene) Salbe zu verwenden, um zumindest die Symptome etwas zu lindern. Gehen Sie dazu einfach in die Apotheke und fragen Sie nach einer Salbe für eine Analfissur. Sollte sich keine Besserung einstellen, muss zusammen mit einem Arzt ein geeignetes Behandlungsverfahren eingeleitet werden.

 

schmerzen am after ursache analvenenthromboseAnalvenenthrombose

Eine Analvenenthrombose wird sehr oft mit Hämorrhoiden verwechselt, da diese die gleichen Schmerzen am After auslösen kann und ähnliche Symptome aufweist. Der wichtigste Unterschied ist jedoch, dass sich eine Analvenenthrombose außerhalb des Afters befindet und ist nicht von einer Schleimhaut bedeckt. Zudem lässt sie sich anhand der bläulichen Färbung leicht diagnostizieren.

 

In der Regel ist eine Analvenenthrombose harmlos, da diese nach einigen Tagen (manchmal auch Wochen) von selbst verschwindet. Hier ist es wichtig, dass Sie für möglichst bequeme Kleidung, moderate Bewegung und eine ausgeglichene Ernährung sorgen, um eventuelle zusätzliche Reizungen zu eliminieren. Sollten allerdings zu starke Schmerzen im Analbereich auftreten, können Sie sich von einem Arzt medikamentös behandeln lassen. In der Regel werden schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Wenn diese Form der Behandlung immer noch nicht anschlägt, kann ein Facharzt den Knoten chirurgisch entfernen oder einen Einschnitt vornehmen, um den Blutstau zu lösen.

 

Weitere Gründe für Schmerzen am After

Die oben genannten Gründe sind so ziemlich die häufigsten. Doch es gibt noch eine Reihe weiterer Gründe, die meistens nur von einem Arzt zu identifizieren sind. Dazu gehören zum Beispiel:

 

    • Reizdarm
    • Abszesse
    • Ekzeme
    • Warzen

 

Fazit:

Dies waren nun die drei häufigsten Ursachen für Schmerzen im Analbereich. Dennoch gilt das Credo: Je stärker und je langanhaltender Ihre Schmerzen sind, desto eher ist ein Arztbesuch ratsam. In nur ganz seltenen Fällen sind Schmerzen am After wirklich gefährlich und weisen auf schwerwiegende Krankheiten hin. Fürs Erste tun Sie gut daran, den Druck vom After zu nehmen. Das heißt: Kein Pressen beim Stuhlgang und nehmen Sie verdauungsfördernde Lebensmittel und ausreichend Flüssigkeit zu sich.


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