Hämorrhoiden in der Schwangerschaft entfernen

Viele Frauen beklagen sich darüber, dass sie in der Schwangerschaft von Hämorrhoiden betroffen sind. Da dieses Phänomen in dieser Zeit keine Seltenheit ist, entstehen viele Fragen rund um das Thema. Warum kommt es zu solchen Symptomen und was kann man möglicherweise dagegen tun? In diesem Artikel wollen wir auf die Frage eingehen: Sind Hämorrhoiden in der Schwangerschaft gefährlich? Außerdem klären wir weitere häufig gestellte Fragen, die werdende Mütter sich stellen, wenn sie davon betroffen sind.

 

Wieso entstehen die nervigen Dinger ausgerechnet in dieser Zeit?

Der Grund dafür sind die Hämorrhoiden begünstigten Faktoren, die während einer Schwangerschaft stattfinden. Die Blutgefäße und das Bindegewebe werden während dieser Zeit gelockert und es kommt zu einer Erweiterung der Gefäße.

 

Das heranwachsende Baby drückt auf die Organe wodurch der Darm etwas eingeengt wird. Dies hat zur Folge, dass sich die Blutgefäße im Enddarm stauen können und nicht mehr zurückfließen.

 

Dadurch entstehen dann die vergrößerten Hämorrhoiden in der Schwangerschaft. Oft ist auch Bewegungsmangel ein Grund für die Entstehung von Hämorrhoiden.

 

Wenn man sich nicht mehr in der Lage fühlt, eine ausreichende Bewegung in den Alltag einzubauen, kann man von zu Hause aus einige simple Beckenbodenübungen durchführen. Eine Hebamme kann dabei sicher Hilfe leisten und einige dieser Übungen beibringen.

 

Sind sie gefährlich?

Sind Hämorrhoiden in der Schwangerschaft gefährlich?

In der Regel sind Hämorrhoiden nicht gefährlich. Sie sollten dennoch unbedingt behandelt werden, da sie die Lebensqualität stark einschränken können.

 

In den ersten Stadien lassen sie sich noch sehr gut ertragen, allerdings kann es passieren, dass die Hämorrhoiden immer weiter herausragen. Dann befinden sich diese im 3. Und 4. Stadium.

 

Was passiert aber nun, wenn keine Behandlung oder Gegenmaßnahme durchgeführt wird? Es kann passieren, dass die Hämorrhoiden chronisch werden.

 

Dann sind sie sehr schwer wieder zu entfernen und können außerdem ziemlich qualvolle Schmerzen beim Stuhlgang oder im Alltag hervorrufen. Auch beim Sitzen können Beschwerden entstehen.

 

Wie kann man vorbeugen?

Es gibt einiges was man als Frau tun kann, um den Hämorrhoiden in der Schwangerschaft vorzubeugen. In der Regel gilt auch hier, dass man die Grundlagen abdeckt, die dazu führen, dass Hämorrhoiden verschwinden oder gar nicht erst entstehen.

 

Eine wichtige Rolle spielt dabei zum Beispiel die Ernährung. Es sollte darauf geachtet werden, viel Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Auch Hülsenfrüchte können helfen den Darm in Schwung zu bringen und einen leichten Stuhlgang zu begünstigen.

 

In dem Gemüse und den Hülsenfrüchten befinden sich viele Ballaststoffe, die zu einer gesunden Verdauung unbedingt dazugehören sollten. Verarbeitete Kost sollte man etwas weniger zu sich nehmen, da diese meist keine Ballaststoffe enthält und somit nicht helfen kann, die Hämorrhoiden loszuwerden. Einige Ballaststoffreiche Lebensmittel sind beispielsweise:

 

  • Linsen
  • Erbsen
  • Erdnusskerne
  • Haferflocken
  • Pflaumen
  • Birnen
  • Äpfel

 

Diese Lebensmittel sind leicht in den Alltag zu integrieren und helfen wunderbar dabei Hämorrhoiden nach der Schwangerschaft vorzubeugen oder wieder zu beseitigen.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt zur Vorbeuge ist die Bewegung. Eine ausreichende Schwangerschaftsgymnastik kann hier hervorragende Abhilfe schaffen.

 

Es gibt außerdem viele Gemeinschaftskurse, die extra für Schwangere stattfinden. Dabei tut man nicht nur etwas für die Darmgesundheit, sondern lernt neue Menschen kennen und stärkt die allgemeine körperliche Gesundheit drastisch.

 

Außerdem werden diese Kurse auch so veranstaltet, dass sie dem heranwachsenden Baby guttun und die Geburt begünstigt wird. Es ist wichtig für die werdenden Mütter, dass sie sich fit halten, um in Form zu bleiben und dem Kind die besten Voraussetzungen zu bieten.

 

Wenn man sich dazu entschließt, allein Sport zu treiben, ist auch das Problemlos möglich. Einige leichte Gymnastikübungen, die man zu Hause durchführen kann oder ein simpler Onlinekurs, ist eine ideale Alternative.

 

Der nächste wichtige Punkt ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Der Darm begünstigt den Stuhlabtransport bei ausreichender Flüssigkeit deutlich und es kommt seltener zu Verstopfungen, die gerade bei Hämorrhoiden in der Schwangerschaft eine häufige Ursache sein können.

 

Der Frauenarzt weiß bescheid

Ein guter Ansprechpartner zu diesem Thema ist der Frauenarzt. Es ist oft einfacher sich diesem zu öffnen, da man hier ein größeres Vertrauen hat.

 

Der Frauenarzt kennt das Problem und hört dies sehr oft von anderen Frauen, die mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten.

 

Er kennt außerdem die individuelle Situation jedes einzelnen viel besser und kann dementsprechend spezifischer vorgehen, als es im Allgemeinen empfohlen wird.

 

Natürlich haben Hämorrhoiden irgendwo immer die selben Ursachen und Behandlungsmethoden, aber gerade während der Schwangerschaft kann ein weiterer professioneller Rat nicht schaden und man bekommt eine gewisse Sicherheit.

 

Hämorrhoiden in der Schwangerschaft Therapie selbst durchführen

Wenn man am Anfang des Leidens steht, kann es hilfreich sein eine bestimmte Hämorrhoidensalbe zu benutzen, um diese von außen anzuwenden.

 

Gerade wenn man außenliegende Hämorrhoiden in der Schwangerschaft hat (das bedeutet Grad 3 oder 4), kann man diese gut damit einschmieren. Man sollte darauf achten, natürliche Mittel zu verwenden und diese bevorzugen.

 

Gerade bei Medikamenten aus der Apotheke, sollte man unbedingt vorher den zuständigen Arzt oder Apotheker befragen, da nicht sichergestellt sein kann, dass das Baby dieses Medikament verträgt.

 

Allgemein raten wir eher dazu, auf natürliche Methoden der Heilung zurückzugreifen. Beispielsweise kann man Sitzbäder nutzen, Aloe Vera für die Wundheilung verwenden und Hamamelis (Zaubernuss) zur Entzündungshemmung auftragen.

 

Falls die Hämorrhoiden starke Schmerzen bereiten, kann ein Sitzring oder ein ähnliches Kissen sehr gut helfen. Insgesamt sollte man es vermeiden über einen langen Zeitraum zu sitzen und das Blut in den Gefäßen stattdessen hin und wieder in Bewegung bringen.

 

Außerdem kann Vitamin E eine unterstützende Wirkung haben. Es hilft bei der Heilung von gerissenen Gefäßen und ist beispielsweise in Sonnenblumenkernen enthalten.

 

Fazit:

Hämorrhoiden in der schwangerschaft sind keine seltenheit

Das hier genannte Problem ist keine Seltenheit und es befinden sich viele Frauen in diesem Prozess, bevor sie ihr Kind zur Welt bringen. Es gibt einige Möglichkeiten, die man hat, um die Hämorrhoiden zu behandeln.

 

Gerade von einer Operation sollte man zu dieser Zeit besser Abstand halten und die herkömmlichen Methoden zur Linderung der Beschwerden nutzen. Beispielsweise lässt sich eine spezielle Hämorrhoidensalbe in der Schwangerschaft sehr gut verwenden.

 

Ein guter Rat vom Frauenarzt kann außerdem sehr nützlich sein und dieser kann zur Aufklärung des Problems beitragen. Wenn man bislang noch nicht an Hämorrhoiden leidet, sollte man sich mit der Vorbeuge auseinandersetzen, da jede Frau sehr schnell davon betroffen sein kann.

 

Die Mittel zur Vorbeuge, die in diesem Beitrag vorgestellt wurden, dienen außerdem zur ganz natürlichen und gesunden Verdauung und sollten daher sowieso Bestandteil einer gesunden Lebensweise sein.

 

Es kann nie schaden, sich gesund zu ernähren und auch Gymnastik, Yoga, oder leichter Sport, ist in der Regel absolut gesundheitsfördernd. Man tut damit nicht nur etwas, um Hämorrhoiden in der Schwangerschaft zu vermeiden, sondern auch für sich selbst und das heranwachsende Kind.

 

Wir hoffen, dass dieser Beitrag dabei helfen konnte, Licht in das Dunkel zu bringen und viele werdende Mütter etwas über dieses Thema aufklären konnte.

© haemorrhoiden-selbst-behandeln.com

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